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WORKSHOP-REIHE

Collective Reflections on AI, Art & Culture

Eine sechsteilige Workshop-Reihe, die die Schnittstelle von Kreativität und KI durch eine kritische und interdisziplinäre Perspektive erforscht. Sie fördert den Dialog zwischen Künstler:innen und Wissenschaftler:innen und regt zur Reflexion über die Rolle von KI in der Kunst an.

Die Workshops bieten technische Fähigkeiten, kreative Werkzeuge und theoretischen Input und befähigen die Teilnehmer:innen, die Verwendung von KI in der künstlerischen Praxis zu gestalten und zu hinterfragen.

Offen für alle, unabhängig von Hintergrund oder Vorerfahrung.

Kuratiert von Joanna Zabielska
Konzept & Organisation: Frederik Marroquín

Workshop Series Logo

1.
Becoming Chimeric: Augmented Reality, AI and the Glitch
Workshop mit Martina Menegon

24.5.25 | Hybridraum, 1. Stock

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Dieser Workshop erforscht geglitchte Identität und chimärische Transformation in hybriden und erweiterten Realitäten. Durch eine Einführung in Martina Menegons künstlerische Praxis und ausgewählte zeitgenössische Beispiele werden die Teilnehmer:innen Extended Reality als Medium zur Neugestaltung des Selbst und des Körpers untersuchen. Die Teilnehmer:innen erkunden digitale und KI-Tools zur Generierung virtueller Avatare, skulpturaler Formen und erweiterter Präsenzen. Durch Glitch, Layering und Embodiment als expressive Strategien wird KI-generierter Inhalt in persönliche und kritische Arbeiten transformiert. Gemeinsam reflektieren wir die Neudefinition des Selbst und erkunden hybride, geglitchte, chimärische "andere Realitäten" und "andere Identitäten" durch die Linse der Augmented Reality, mit KI-Algorithmen als Kollaborateure.

Martina Menegon

Foto mit freundlicher Genehmigung von Martina Menegon

Martina Menegon (sie/ihr) ist Künstlerin, Forscherin, Kuratorin und Pädagogin mit Sitz in Wien und im Cyberspace. Ihre Praxis erforscht das zeitgenössische Selbst und seine hybride, chimärische Körperlichkeit durch intime und komplexe Assemblagen physischer und virtueller Elemente. Mit (und unter Missbrauch von) Game Engines, Algorithmen und dem Virtuellen experimentiert sie mit performativen und geglitchten Selbstporträts, um unheimliche, interaktive und desorientierende Erfahrungen zu schaffen.

2.
Stitching Neuro Coding: AI & Cyber Wearable Textile Workshop
Workshop mit Almagul Menlibayeva

1.6.25 | Hybridraum, 1. Stock

Wo Tradition auf Technologie trifft - Zukünfte weben durch KI und Handwerk. "Stitching the Digital" ist ein experimenteller Workshop, der die Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und Textilkunst erforscht. Die Teilnehmer:innen arbeiten mit KI-generierten Bildern, traditionellen Sticktechniken und recycelten Materialien, um Cyber-Textilien zu schaffen, die Erinnerung, Identität und spekulative Zukünfte verkörpern.

Almagul Menlibayeva

Foto mit freundlicher Genehmigung von Almagul Menlibayeva

Almagul Menlibayeva schafft immersive Mehrkanalvideo-, Fotografie- und Mixed-Media-Installationen, die Cyber-Textilien und KI-Technologien verbinden. Ihre Arbeit reinterpretiert Genres durch feministische und postkoloniale Perspektiven und beansprucht eurasische nomadische und indigene Mythologien als vitale Ausdrucksformen kollektiver Erinnerung und Widerstand zurück. Im Zentrum ihrer Praxis steht die Erforschung von Umweltzerstörung und dem Erbe der sozialistischen Moderne in Zentralasien. Menlibayeva hat international ausgestellt, unter anderem auf den Biennalen von Venedig, Sydney, Sharjah und Thailand. Ihr aktuelles Projekt umfasst eine Mehrkanalvideo-Installation über die kasachische Hungersnot bei der Sharjah Biennale 2023. Sie wird auf der kommenden Ulaanbaatar Biennale vertreten sein. Eine Einzelausstellung ist für 2025 im Almaty Museum of Arts (AMA) geplant.

3.
Tactile Agency: Rethinking Consent through Embodied AI Prototyping
Workshop mit Patrícia J. Reis

7.6.25 | Bewegungsraum, Erdgeschoss

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Dieser praktische Workshop erforscht die ethischen, emotionalen und sensorischen Dimensionen KI-gesteuerter Mensch-Maschine-Interaktion. Die Teilnehmer:innen arbeiten mit einfachen KI-Modellen und DIY-berührungsempfindlichen Schnittstellen unter Verwendung von Arduino und Open-Source-Machine-Learning-Tools, um zu untersuchen, wie Zustimmung, Handlungsfähigkeit und Verkörperung in technologischen Systemen sowohl problematisch sein als auch neu gedacht werden können. Durch den Bau interaktiver Prototypen und das Experimentieren mit Echtzeit-Feedback lädt der Workshop zur kritischen Reflexion über Intimität, Macht und die Politik der Berührung in der heutigen Technosphäre ein. Anfänger:innen sind ebenfalls willkommen; keine Vorkenntnisse erforderlich.

Patrícia J. Reis

Foto: Claudia Romero

Patrícia J. Reis ist Medienkünstlerin und Forscherin, die menschliche und mehr-als-menschliche Verflechtungen mit Technologie durch feministisches Hacking, sensorische Interaktion und verkörperte Schnittstellen erforscht. Ihre Arbeit untersucht Berührung, Zustimmung und Fürsorge über Physical Computing und haptische Kunst. Sie leitet Hacking the Body as the Black Box (Elise-Richter-Programm) an der Universität für angewandte Kunst Wien, wo sie seit 2015 auch im Bereich Digitale Kunst lehrt.

4.
Reflexions- & Vernetzungssession / Bring dein Projekt mit!
Mit Eugenia Stamboliev, Martina Menegon, Joanna Zabielska & Frederik Marroquín

21.6.25 | Bewegungsraum, Erdgeschoss

Wir laden herzlich zu einem Abend der Reflexion, des Gesprächs und der Vernetzung ein. Diese Zusammenkunft ist ein Raum, um einige der zentralen Themen aus unseren jüngsten Workshops – wie KI & Kunst, Bias, Zustimmung und manuelle Arbeit – gemeinsam mit unseren großartigen Facilitator:innen und einer Gemeinschaft neugieriger Köpfe zu erkunden. Keine Sorge, falls du noch nicht an den Workshops teilgenommen hast – diese Session ist für alle offen. Es ist auch eine Gelegenheit, eigene Fragen, Perspektiven oder Projekte rund um KI & Kunst mitzubringen. Wenn du deine Forschung, dein Kunstwerk oder eine laufende Arbeit teilen möchtest – ob es deine Chimäre, dein Textil, dein Arduino-Experiment aus den letzten Sessions oder dein eigenes Projekt ist – lass es uns in deiner Anmeldungsmail wissen. Wir würden deinen Beitrag gerne in diesen intimen und unterstützenden Raum einbeziehen.

Du wirst auch Eugenia kennenlernen (Über KI-Ethik, verflochtene Autorschaften und die Fallstricke unkrativer Datenmüll) und eine erste Vorschau auf ihren kommenden Workshop im September bekommen, dich mit Martina verbinden (Becoming Chimeric: Augmented Reality, AI and the Glitch) und Beiträge von Patricia (Tactile Agency: Rethinking Consent through Embodied AI Prototyping), Alma (Stitching Neuro Coding: AI & Cyber Wearable Textile Workshop) und Paola (Beyond Evil Algorithms. How to Critique AI?) hören. Gemeinsam werden wir ein dynamisches Gespräch schaffen, das zur Reflexion und zum Austausch über verschiedene Praktiken und Ideen einlädt.

5.
Über KI-Ethik, verflochtene Autorschaften und die Fallstricke unkrativer Datenmüll
Workshop mit Eugenia Stamboliev

7.9.25 | Hybridraum, 1. Stock

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In einer post-digitalen Landschaft, die zunehmend von generativen Technologien wie KI geprägt wird, müssen wir die ethischen und kreativen Implikationen neu hinterfragen. Der Workshop zielt darauf ab, einen kritischen Dialog über die verflochtenen Rollen von Menschen, Maschinen und Institutionen anzuregen. Anstatt dominante Narrative zu akzeptieren, die KI als autonom, kreativ, neutral oder unvermeidlich darstellen, werden wir Fragen stellen und erkunden wie: Was ist wirklich neu oder kreativ an KI? Wer ist Autor:in von KI-generierten Werken und ist das wichtig? Und was sind die Unterschiede zu anderen Formen des Schaffens, Denkens und Produzierens vor der KI? Für wen ist das Label 'kreativ' heute überhaupt wichtig?

Die Teilnehmer:innen werden auch über KI-Narrative, ästhetische Regime, systemische Vorurteile und Unternehmensmacht erfahren. Das Ziel ist es, die ethischen Leerstellen und Bedenken rund um aktuelle Debatten über KI besser zu verstehen. Durch kollaborative Analyse, spekulative Übungen und praktische Kritik werden wir die Illusion der Maschinenkreativität entpacken und uns mit Problemen und Vereinfachungen konfrontieren, die oft unter der glänzenden Maske der KI als Autor:in oder kreativer Agent verborgen sind.

Dieser Workshop ist kein Tutorial zur Nutzung von KI-Tools und auch kein "Best of" der Ethik, sondern eine Einladung, das Gute, das Schlechte und das Hässliche rund um den Aufstieg von Technologien wie KI zu diskutieren und herauszufordern.

Eugenia Stamboliev

Foto mit freundlicher Genehmigung von Eugenia Stamboliev

Dr. Eugenia Stamboliev ist Postdoc-Forscherin an der Universität Wien, Gastprofessorin an der Technischen Universität Cottbus und Vorstandsmitglied von Women in AI Austria. Sie erforscht ethische, politische und mediale Strukturen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) oder dezentralisierten Systemen, mit Fokus auf Demokratie, Geschlechtergleichstellung und Misstrauen. Vor ihrer (ethischen) akademischen Karriere absolvierte sie die Universität der Künste Berlin und arbeitete für Galerien für digitale Kunst und verschiedene Kunstzeitschriften.

6.
Beyond Evil Algorithms. How to Critique AI?
Workshop mit Paola Lopez

13.9.25 | Hybridraum, 1. Stock

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Was ist KI - und wie bilden wir fundierte Kritik? Dieser Workshop bietet eine zugängliche, leicht verständliche Einführung in die Künstliche Intelligenz für alle Interessierten, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Im Workshop werden wir in die Unterschiede zwischen den Konzepten eintauchen: Algorithmen, KI-Systeme, datengesteuerte Systeme, Machine Learning, Deep Learning und Generative KI. Da KI-Systeme datenbasiert sind, werden wir dann einen genaueren Blick auf Daten als Phänomen werfen und darauf, wie Kritik an der datafizierten Gesellschaft aussehen kann. Weiter werden wir erkunden, was "neu" an KI ist und was schon sehr lange existiert. Obwohl alle von "der" Künstlichen Intelligenz sprechen, gibt es zwei grundlegend verschiedene Arten von KI. Jeder Typ bringt seine eigenen charakteristischen Risiken mit sich: Diesen Aspekt aufgreifend unterscheiden wir zwischen individuellen Risiken im kleineren Maßstab und systemischen Risiken im größeren Maßstab. Nach dem Eintauchen in die Grundlagen von KI-Systemen - und was es braucht, sie zu produzieren - werden die Workshop-Teilnehmer:innen in der Lage sein, ihre eigenen Formen der Kritik zu entwickeln, den aktuellen Diskurs zu navigieren und über den Hype hinauszublicken.

Paola Lopez

Foto mit freundlicher Genehmigung von Paola Lopez

Paola Lopez ist Mathematikerin. In ihrer interdisziplinären Dissertation untersucht sie gesellschaftliche Implikationen von KI-Systemen, Fragen von (Un)gerechtigkeit, Bias und institutioneller Macht. Ihre Publikationen umfassen Arbeiten zum österreichischen "AMS-Algorithmus". Sie ist Forscherin am Informatik-Department der Universität Bremen und assoziierte Forscherin in der Forschungsgruppe "Technik, Macht und Herrschaft" am Weizenbaum-Institut in Berlin. Sie lehrt gerne, z.B. an der Universität Basel und an der Akademie der bildenden Künste. Sie schreibt die "KI-Kolumne" für das deutsche Magazin Merkur.

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